Horse-Agility Trainingstage

Die Eroberung des Parcours

Nächste Termine:
Freitag, 12.06. von 17:00-19:00 Uhr
Freitag, 17.07. von 15:30-17:30
18:00- 20:00 (wenn dann mal Sommer in Nordeutschland ist…)

Eine Selbständigen,- Hausfrauen-, Schichtarbeiter,- Rentner,- und alle, die vormittags Zeit haben- Gruppe für regelmäßig 14tägig Mittwochs von 9:00 bis 11:00 ist in Planung. Bei Interesse bitte bei mir melden!

Pferde Spielplatz auf Hof Steigerwald

Wir machen offenes Training in (maximal) Vierergruppen. Die Anforderungen sind vielseitig beim Horse-Agility. Wir trainieren an den individuellen Herausforderungen beim Führen, Wenden, Traben und natürlich die einzelnen Geräte. Auf Hof Steigerwald bedeutet Horse-Agility auch Schulung des Körperbewusstseins durch Geräte wie z.B. Balancierbalken, Wackelbretter und Wippen. Auch für Nerventraining ist gesorgt: Tunnel und Vorhänge lassen jedes Pferdeherz höher schlagen ?

Wo? Auf dem Hof Steigerwald in der Ochtmannier Dorfstr. 19 in 27305 Ochtmannien/ Süstedt

Kosten? 30,-€ pro Mensch-Pferd Team

Zuschauer und Teilnehmer mit Pferd sind herzlich willkommen.
Möchtet ihr gern aktiv mit Pferd an einem Training teilnehmen, kontaktiert mich bitte für verbindliche Anmeldung unter 04247- 970 3993.

Für Einsteiger besteht die Möglichkeit, nach Absprache Einzelunterrricht zu bekommen, um dann gut gerüstet ins Gruppentraining zu gehen. Ebenso habt ihr die Möglichkeit, mit einem meiner Agility- erfahrenen Pferde zu trainieren.

Bericht zweier Teilnehmerinnen von Modul 2

Hier zwei Feedbacks nach fünf intensiven, großartigen Trainingstagen:

Huhn im Modul 2

Sabines Bericht ist auf ihrem sehr informativen Blog zu lesen.

Gesa Zwirner schreibt:

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!
Eine Idee im Kopf, mal sehen was passiert und das nehmen, was man kriegt: So geht es vermutlich vielen, die mit ihren Pferden (oder anderen Tieren) clickern. Und so bin ich bisher auch oft vorgegangen – mit einem Endziel vor Augen, aber auch immer bereit einen Kompromiss einzugehen.
Denn: wer macht sich schon die Mühe, und schreibt Schritt für Schritt auf, was genau man wie genau mit welchen Zwischenschritten dem Tier beibringen möchte. Und überprüft dann, ob wirklich 80% richtig waren, bevor es einen Schritt weitergeht? Und hat obendrein die sogenannte „Daumendisziplin“ und kommt ohne „Herzensclick“ (ja, es war zwar nicht ganz richtig, aber er hat sich doch sooo bemüht! ) aus? Schließlich freut man sich doch, wenn das Tier etwas gelernt hat, auch wenn es nicht 100%ig das war, was man sich ursprünglich überlegt hat.

Die großartige Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn ein Plan funktioniert (und unter anderem die oben genannten Schwierigkeiten gemeistert werden) konnte ich jetzt als Teilnehmer des Moduls 2: „ Trainingspläne und –kriterien“ machen. Im Verlaufe des fünftätigen Seminars gab es jede Menge Aha-Erlebnisse, beispielweise wie die praktische Umsetzung von Backward Chaining funktioniert und welche Vorteile dies hat. Dies wurde unter anderem in Trainerspielen erlebbar gemacht und mit den gefiederten Trainingspartnern umgesetzt.
Eine noch am ersten Tag ziemlich unmöglich klingende Zielsetzung (bringe den Huhn bei, zwei Mal zwei 1,50m entfernte Pylonen zu umkreisen) wurde realistisch. Wie wichtig es ist, zunächst einen Plan auszuarbeiten und die Kriterien genauestens festzulegen wurde immer deutlicher. Denn ohne wirklich genau zu wissen, was man tut, passiert genau das, was zu erwarten war: das Huhn weiß ebenfalls nicht, was es tun soll und macht das, wofür man es bestärkt hat. Weiterer wichtiger Zwischenschritt: Wo stehe wir? Was kann mein Tier? Wo sind Schwierigkeiten, wie kann ich dazu beitragen, diese zu überwinden?
Diese und noch sehr viele andere Erkenntnisse lassen sich meiner Meinung nach eins zu eins auf meine Tiere übertragen. Mit dem Vorteil, dass ich diese Erkenntnis gewonnen habe, ohne mein Tier völlig zu verwirren oder zu frustrieren. Ich denke da beispielsweise ans Matching Law: Eben hat es doch einmal geklappt, nun wirst das Tier es bestimmt wieder richtig machen. Leider nein! Wenn es vorher sehr oft mal falsch gemacht wurde, ist die Chance, wieder einen Fehler zu machen, extrem hoch. Erwarte also nicht zu viel (und auch nicht zu wenig) von deinem Tier, sondern zähle und beobachte genau!
An diesen fünf Tagen habe ich wirklich viel in Theorie und Praxis gelernt. Ich weiß jetzt, wie ich realistische Pläne mache, sie überprüfe, ändere und umsetze.
Jedem, der in professioneller und entspannter Atmosphäre etwas zum Thema Tiertraining lernen möchte, sei ein Seminar auf Hof Steigerwald ans Herz gelegt – es lohnt sich wirklich sehr – auf allen Ebenen !

Bericht einer Teilnehmerin von Modul 1

Danke an Tanja Defoßé für die ausführliche Beschreibung von 5 Tagen Hühnerclickern!

„Tja, gar nicht so einfach „kurz“ zu beschreiben, was ich beim Hühnerseminar in der Praxis besonders gefunden habe.

Ich habe mir für das Hühnermodul angemeldet, weil ich eine Möglichkeit gesucht habe meine Fähigkeit im punktgenauen Clickern zu verbessern und Übung darin zu bekommen den Fokus während einer Clickereinheit zu halten – und das möglichst ohne mein Pferd zu verwirren oder aufgrund irgendwelcher Übungen zu frustrieren, nur weil ich meine Fähigkeiten schulen will. Ich will nicht „rumclickern“ und ich will auch nicht nur „Tricks üben“, sondern Clickern im täglichen Training nutzen. (oder gar irgendwas unbewusst zu clickern, was ich gar nicht will, weil mein Fokus bei mir liegt und nicht beim Pferd…)

Diesen Anspruch fand ich eigentlich schon hoch an Hühner… ähem… was soll ich sagen sie haben mich so viel mehr gelehrt (in Verbindung natürlich mit dem theoretischen Erklärungen und ständigen Hilfestellungen und Nebenübungen durch Nina und Katja – wie Trainerspiele, Trockenübungen, Gymnastik zur besseren eigenen Koordination usw.).

Dazu muss vielleicht gesagt werden, dass eine Trainingssession 40 Minuten lang ist und jede Teileinheit mit Huhn anfangs 30 Sekunden, später 1 Minute, danacherfolgt ein Wechsel des Huhns – je Trainer zwei Hühner (man trainiert immer zu zweit)… Die Hühner könnten eine Einheit sicher von der Konzentration her länger durchhalten – als Mensch sind die Einheiten manchmal schon eine Herausforderung hinsichtlich wirklich!!! den Fokus auf der richtigen!!! Handlung zu behalten und dabei auch noch den absolut richtigen Zeitpunkt zu clicken und ggf. zwischendrin von Plan A auf Plan B oder Plan C auszuweichen. (4x 40 Minuten Training am Tag: in den 40 Minuten schafft man ca. 3-4 x je Huhn, da dazwischen immer wieder über nächste Trainingsschritte gesprochen, aufgeschrieben und aufgebaut wird)

Und dabei war ich völlig frei von jedem Gedanken an „und was ist wenn ich dem jetzt Unsinn beibringe?“… es sind Hühner, egal ob sie danach Farben erkennen können oder nicht werden sie ihr Hühnerleben einfach weiter leben: beim Pferd oder Hund muss man da hinsichtlich Fehlverhalten oder ähnlichem schon eher aufpassen, das könnte nach hinten losgehen…
Was habe ich nun gelernt – und das ist nur das, was ich aus den PRAKTISCHEN Teilen aus eigener Erfahrung mitgenommen habe:
– Du kriegst was du clickst und nicht was du willst: Das Huhn zeigt dir in Sekunden, ob du richtig clickst, denn 30 Sekunden reichen hier völlig, um ein vorher „astrein“ pickendes Huhn in ein schnickendes, laufendes oder desinteressiertes Huhn zu verwandeln. ABER: man kann es auch wieder beheben: Sackgassen sind zum lernen und nicht zum verzweifeln da.
– Definiere vorher genau was du clicken willst: so genau es irgend geht (Plan A); formuliere auch Plan B, wenn Plan A nicht funktioniert und benenne dann noch den Notfallplan C. Dabei
ist formulieren wörtlich genommen, denn beim aussprechen und formulieren für den jeweiligen Co-Trainer werden die Lücken bewusst und auch die Formulierung gut bedenken(statt „Ich versuche zu clicken“… besser:“Ich clicke“) und definiere eine evtl. Aufgabenverteilung ganz genau.
– Scheue dich nicht Pause zu machen, wenn du nicht weiter weisst, lieber Pause bevor Chaos entsteht.
– Verzweifel nicht daran „zu langsam“ zu sein, sondern übe, du wirst besser und schneller werden.
– Dein Huhn starrt dich an? Ok – du hast dich bewegt vor dem Click… d.h. deine Bewegung ist jetzt zum Verstärker geworden… schule dich…
– In jeder 30Sek/1Min-Einheit sollte einer besser werden: Huhn oder Trainer (im besten Fall beide, aber mind. einer, sonst Training überdenken)
– Wenn etwas nicht klappt: gibt es Managementänderungen die helfen können: Futterpunkt? Ort der Übung? Eigene Position?
– Habe dein Ziel immer im Blick und definiere die Trainingsschritte!!!… und wenn die nicht funktionieren gilt:
– Es gibt IMMER einen Zwischenschritt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
– Gehe nur einen Schritt weiter, wenn ein Verhalten in 4 von 5 Fällen richtig ist.
– Welches Verhalten belohne ich gerade: habe ich mir vielleicht eine (unerwünschte) Verhaltenskette geclickt?
– Wie lösche ich unerwünschtes Verhalten?
– Schlechtes Timing hemmt die Aktion, gutes Timing hebt Aktion und Motivation: Schlechtes Timing lässt die Übung „verwischen“… irgendwas in einer Bandbreite X ist richtig… je präziser, desto schneller ist die Aufgabe klar und das Verhalten gefestigt.
– Nicht nur das richtige Verhalten clicken ist wichtig, sondern auch das falsche Verhalten NICHT clicken (Daumendisziplin): lieber einen richtigen nicht clicken, als einen falschen clicken: s. matching law.
– Was ist das matching law und kann ich dies „überlisten“? Antwort: leider nein, aber ich kann hoffentlich immer mehr in die gute Waagschale werfen ;-): matching law: 1 falsch geclickt und dann 1 richtig geclickt: heisst nicht, oh jetzt hat das Huhn es verstanden sondern, ich habe eine 50/50 Chance, wie die nächste Aktion sein wird… und wenn ich ab da immer richtig clicke wird die Relation besser… (blöderweise werde ich nur nicht immer richtig clicken…)
– Einfach „rumclicken“ und nehmen was kommt ist nett, aber kein zielgerichtetes Training: erst zielgerichtet wird clickern m.e. seinen Möglichkeiten wirklich gerecht: auch Ziel im Auge behalten, wenn was anderes „gerade doch so niedlich ist“… d.h. frage dich, ob du am Ende einer Einheit deinem Ziel näher gekommen bist (das andere darf auch sein, aber ich für mich sehe da einen Unterschied zwischen aus dem Spiel etwas entwickeln und ein Trainingsziel erreichen wollen… und da muss man m.e. aufpassen, dass man nicht aus Bequemlichkeit beim ersten verbleibt )
– Schreibe Endpunkte einer Einheit (also hier der 30 Sekunden/1 Minute auf), damit du genau am richtigen Punkt wieder startest und nicht über zu erbringende Leistung „verhandelst“ (was gerade dann passiert, wenn man sich unsicher ist, welche Leistung man bereits verlangen kann…): Ein Click und Belohnung sind KOSTBAR…
– Die Belohnungsrate muss so hoch sein, dass dein Tier motiviert dabei bleibt, aber der Click darf auch nicht „zu billig“ sein, da sonst die Lernstufen zu flach bleiben – oder man ggf. auf einer Lernstufe verharrt und nicht weiter kommt (man darf auch beim clickern fördern und fordern… bzw. eigentlich muss man, wenn man mit Erfolg trainieren will)
– Was mache ich wenn mein Huhn z.B. bei Dauer (Farbe die gepickt werden soll liegt nicht mehr auf dem Tisch, Huhn soll einfach nichts tun, bis die Farbe wieder dazu kommt … immer nach 10 Sekunden scheitert…ist „weniger“ fordern immer die bessere Lösung ?… oder löse ich eine Abwärtsspirale aus…?
– Lass dich nicht vom Huhn „runter“ handeln in der Leistung (oder immer höher handeln in der Gegenleistung: ich habe einem Huhn erfolgreich bei gebracht, dass es Gurken haben kann… *kicher… ein Blick in den Topf: keine Gurke, keine Leistung… )

….und je mehr ich nachdenke, desto mehr kommt dazu… und das war nur der reine Hühner-Praxis-Teil…also ureigene Erfahrung…
Wenn ich hier noch auf Theorie und zusätzlich Übungen eingehe schreibe ich ein Buch
(und wenn ich dann noch die ganz unerwartet aufkommenden „Nebenthemen“ unter uns Menschen wie wertschätzende Umgang und gewaltfreie Kommunikation miteinander mit aufliste wirds ein Roman…)

und dann kommt man nach Hause… nimmt sich sein Pferd… und stellt fest: Man sind Pferde langsam… da hat man ja richtig Zeit…

und übt tanzen, also linkes Vorderbein über rechtes setzen und zurück…gestern 3 Minuten: war heute auf meine Bewegung zuverlässig abrufbar… (und meine
Tinkerin ist nicht die reaktionsschnellste )

ach ja: nebenbei erwähnt fand ich es auch toll, dass die Hühner nicht in ihren „Käfigen“ (eingestreut und so groß, dass sie sich bewegen konnten und auch eine Stange hatten) geblieben sind
über die 5 Tage, sondern jeden Abend zurück in ihren Auslauf durften… morgens haben wir sie dann wieder geholt: Interessanter weise standen die Hühner mit denen geclickert wurde morgens
schon an der Tür und sind uns entgegen gelaufen… sehr spannend…

Dazu kommt dann noch eine schöne Atmosphäre, die lernen, fragen, ausprobieren ohne Druck und Stress ermöglicht hat und mir ermöglicht hat bei mir und meinen Erfahrungen zu bleiben und nicht „in Vergleichen mit anderen“ zu denken… ein grosses „gefällt mir“…

Clickertreffen- Tag der offenen Tür

Herzlich Willkommen zum Clickertreffen
Einladung zum Clickertreffen

am 20. September 2014 von 10:00 bis 18:00 Uhr

auf Hof Steigerwald in 27305 Ochtmannien

Austausch, Information, Präsentation und viel Spaß beim Tag der offenen Tür

Workshop: Leinenführigkeit bei Schafen
Pferde- Agility- Fun for Fitness
Turngeräte für Menschen
Wippenvariationen
Erstes Training mit komplett geschlossenem Tunnel
Anreiten beim Jungpferd- Wie bekomme ich ein „Ja“ ?
Demo Hühnerclickern
Laufparkbegehung
uvm.

Anmeldung nicht erforderlich, Ganztagsbesucher bitte einen Beitrag zum Buffet

Infos und Kontakt: Nina Steigerwald nina@pferdeclickern.de Tel. 0172- 40 68 114

Wir freuen uns auf einen Tagen rund um die positive Verstärkung und ein schönes Miteinander!

Paddock Trail von oben

Das Paddock-Trail-Konzept findet immer mehr Anhänger und wir haben in den 4 Jahren, in denen wir auf unserem Hof sind, einen großartigen Laufpark gebaut. Derzeit wandern sieben von der Veranlagung her moppige Pferde den ganzen Tag umher und ich bin froh, daß ich über das Clickern einen sauberen Rückruf trainiert habe, denn die Wege sind echt weit.

Reiten mit dem Clicker

Als ich heute morgen mit Jule (21 Jahre alt) im Gelände war, schaute ich auf mein Pferd und mir wurde schlagartig klar, was ich manchmal beim Reiten vermisse: Ich sehe das Gesicht meines Pferdes nicht, ich kann seine Augen nicht sehen. Für mich ist die Mimik eines Pferdes ein wichtiger Kommunikationskanal, der „von oben“ nicht funktioniert. Umso wichtiger ist es, beim Reiten zu fühlen und das Gefühlte als Information richtig umzusetzen. Nur dann kann ich die richtigen Entscheidungen bezüglich meiner Hilfengebung treffen und meinem Partner mitteilen, was ich gerne von ihm hätte.

Traditionell über negative Verstärkung, also Druck und Nachlassen des Drucks erarbeitet, sind die Verhalten unter dem Reiter meist nicht so freudvoll wie Verhalten, welche über positive Verstärkung trainiert werden. Aus diesem Grund reiten einige Clickerer so wenig. Damit Reitpferde uns besser verstehen können, haben Katja und ich das Seminar „Reiten mit dem Clicker“ entwickelt. Reiten ist im Prinzip das Trainieren von bestimmten Muskelaktivitäten, sprich Bewegungen mit Signalkontrolle durch taktile Reize. Der Druck/die Berührung des Schenkels bedeutet an jener Stelle des Bauches dies und an dieser das und wenn gleichzeitig das Gebiss in der Maulspalte so oder so liegt, wiederum etwas anderes. Es sind also einzelne Signale, die das Pferd gut verstehen können muss, damit Reiten fein und leicht ist und auch dem Pferd Spaß macht. Wie diese Signale sinnvoll aufgebaut werden und das Zusammenspiel der Hilfen ein logisch verständliches Konzept für Pferd und Mensch wird, erfahrt ihr am 9. und 10. August 2014 auf Hof Steigerwald.

Pferd Jule

Turnmatte und Treckerprofil

Wer hat sich in der Turnstunde nicht gerne auf die großen, blauen Matten geworfen? Und anstatt zu tragen, sie senkrecht gestellt und sich dann beim Fallen raufgehechtet…Naja, wir haben hier jetzt *mindestens* genauso viel Spaß wie damals als Schüler. Katja Bogen und Martin Rühl von der VFD Syke habe ich die Bereicherung meines Turnangebotes zu verdanken. Die kleinen blauen sind die perfekten Einsteiger-Matten (nach der ganz flachen) und die große ist für Mensch, Pferd und Hund einfach prima.

Wer sich traut, seine Stichsäge zu quälen, sägt die Flanken eines großen Treckerreifens ab und das verbleibende Profil einmal durch. Am besten mit Mundschutz, das stinkt schon nicht so nett…Fertig ist eine Fühl- und Taststrecke für Pferde. Fast zum Nulltarif. Je neuer der Reifen, desto größer die motorische Herausforderung, weil das Profil noch hoch ist.

Treckerprofil für Horse Agility

Clickertraining und Gesundheit

Amadeus und Freya auf zwei Wippen

Die Beziehung zum Partner Pferd steht heutzutage immer mehr im Vordergrund und wir Reiter und Pferdebesitzer haben immer mehr Wissen und Bestreben, die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Pferde zu verbessern.

Auch im Umgang hat sich viel getan. Es gibt eine Form der Pferdeausbildung, die auf wissenschaftlich erforschten Grundlagen basiert. Man weiß inzwischen, dass Stress die Lernleistung negativ beeinflusst- erinnern wir uns doch nur einmal an die schlüsselwerfenden oder herumbrüllenden Lehrer: Waren das die Lieblingsfächer?

Beim Training über positive Verstärkung, dem sogenannten Clickertraining, wird jede Lektion für das Pferd zur Lieblingsübung, weil man über eine sehr präzise Kommunikation sehr viel besser vom Pferd verstanden wird und ihm das Lernen dadurch leichter fällt. Pferde wollen mit uns arbeiten, und das noch viel mehr, wenn es sich für sie lohnt, sprich, ein primärer Verstärker wie z.B. Futter das gezeigte Verhalten bestärkt. Zum Einsatz kommt das Clickertraining in allen Bereichen des Pferdealltags: Umgang, Schmied, Bodenarbeit, Tierarztbesuch „Medical Training“, Reiten, Longieren, Zirkuslektionen…

Meine Spezialität ist gymnastisches Geräteturnen. Was das ist? Die Idee kommt aus dem Humanbereich: Die Menschen, die regelmäßig Yoga, Pilates oder ähnliche Übungen machen, sind beweglicher und geschmeidiger. Genau das, was auch für die Gesundheit eines Pferdes mit seinem oft strapazierten Bewegungsapparat wichtig ist.

Verkleinert man die Unterstützungsfläche und schafft Instabilität, muss die gesamte Rumpfmuskulatur über kleine, feine Anspannungen Ausgleich schaffen. Hinzu kommt, das nicht- gewohnheitsgemäße Bewegungen eine bessere „Verdrahtung“ der Nerven bewirken und so das Körpergefühl massiv verbessert wird. Ich erreiche das über verschiedene selbst entwickelte Geräte und Übungen, die zur Krönung in Freiarbeit als Horse-Agility absolviert werden.

Hühnerseminare der Tierakademie Scheuerhof jetzt auch im Norden!

Hühnerseminare im Norden

Von den Hühnerseminaren profitieren alle: Vom ambitionierten Pferde- und Hundebesitzer bis zum Reitlehrer, vom Kanarienvogel- Clickerer bis zum Zootiertrainer. Warum?

Bob Bailey, der dieses Konzept der Ausbildung für Tiertrainer in jahrelanger Arbeit mit verschiedenen Tierarten entwickelt hat, entdeckte, dass Hühner die idealen Trainingspartner sind. Sinn und Zweck von Hühnerseminaren ist allerdings nicht, einem Huhn ein bestimmtes Verhalten beizubringen, sondern die eigenen handwerklichen Trainerqualitäten solide auszubilden. Mit Hühnern kann jeder optimal unter „Laborbedingungen“ die Lerntheorie in Trainingspraxis umsetzen. Dies funktioniert besonders gut mit dieser Tierart, die sich weder durch Körpersprache noch Dominanz des Trainers beeinflussen lässt: Ein bedrohtes Huhn wird nicht mehr arbeiten. Um so entscheidender ist der geschickte Einsatz von Clicker, Futter und dem kontinuierlich wachsenden Trainingswissen, um Informationen über das gewünschte Verhalten an das Huhn zu übermitteln.

Zugang zu einem tieferen Verständnis und den einzelnen Aspekten des Trainings werden in fünf speziellen, aufeinander aufbauenden Modulen in Theorie und Praxis ermöglicht:

1. Timing- Schnelle Entscheidungen treffen, Löschen von Verhalten, Unterscheidungsaufgaben

2. Trainingspläne und -kriterien- Wenn du weißt, was du tust, kann dein Tier tun, was du willst

3. Signalkontrolle- Verhalten zuverlässig auslösen, wichtig nicht nur aus Sicherheitsaspekten

4. Verhaltensketten- Anspruchsvolles Denken und Umsetzung im Training

5. Unterrichten- Kriterien für komplexe Verhalten präzise formulieren und anwenden

Während dieser fünf intensiven Tage könnt ihr erleben und erfahren, wie das gekonnte Anwenden von Trainingsprinzipien sich in ungeahntem Ausmaß auf ein Verhalten auswirkt. Und dadurch euch und euer Training verbessern! Da wir die Teilnehmer in ihrem Vorwärtskommen selbstverständlich auch positiv verstärken, erfahrt ihr am eigenen Leib, wie wohltuend eine bestärkende Lernatmosphäre ist. Bei einem Hühnermodul vereinigen sich praktisches Tun und Spaß in der Gruppe mit faszinierenden Erkenntnissen rund ums Training.

Katja Frey ist Tierärztin, Pferdeosteopathin und Hundetrainerin. Sie ist eine der Autorinnen von „Clickerfitte Pferde“ und Mitautorin der DVD „Besondere Aspekte beim Training mit Welpen“. Sie ist einer der ersten TOP-Trainer und unterrichtet Hühnerseminare in der Tierakademie Scheuerhof. Fortbildungen bei Ken Ramirez, Parvene Farhoody, Virginia Broitman, Kathy Sdao und Bob Bailey; Organisatorin der Clicker Challenge auf der „animal“ in Stuttgart, Teilnehmerin der Clicker-Expo 2010 in Kentucky. Sie hat 2013 in Schweden Wildtiere (Eis,- Braunbären und Vielfraße) trainiert.

Nina Steigerwald ist Pferdephysiotherapeutin, TOP-Trainerin mit allen 5 Hühnermodulen, fortgebildet bei Bob Bailey, Parvene Farhoody, Ken Ramirez, Alexandra Kurland und TAG-Teach. Auf ihrem Hof, dem Veranstaltungsort dieses Seminars, befindet sich der größte Pferdeturnpark Deutschlands (siehe Cavallo 8/2013). Sie ist eine der Autorinnen von „Clickerfitte Pferde“ und Mitautorin der DVD „Clickertraining für Einsteiger“.