Frohe Ostern :-)
Morgen wird nicht nur die Zeit umgestellt, es ist auch Oster-Horse-Agility!

Morgen wird nicht nur die Zeit umgestellt, es ist auch Oster-Horse-Agility!

Vor drei Jahren hatte ich die Idee einer mehr-Pferde-Wippe. Die Superwippe mit 5 Metern war zu kurz und zu hoch für ein solches Training.
Das entstandene Modell hatte natürlich schon Kufen und hat Spaß gemacht, war aber insgsamt recht träge und hatte keinen optimalen Kipp-Punkt. Letzten Sommer haben wir sie also noch einmal auseinander genommen und die Kufen verändert, außerdem mit einer festen Unterlage für mehr Schwung gesorgt. Selbst ein einzelnes Shetty kann sie jetzt in Bewegung setzen. Dafür musste jetzt etwas zum Abpolstern des Bewegungsendes her.
Jetzt hat sie eine neue Plane, eine neue Verkleidung und die Polster sind unter den Kufen fixiert.
Unser neuestes Trainingsprojekt. Motto: Wipp dich glücklich! ?
…ist das Modell ganz in der Mitte des Fotos. Sie bestand aus 4cm starken Fichtenbohlen, war 80x500cm groß und hatte ein profanes Rundholz in der Mitte. Immerhin gab es schon zwei Rundholz-Wegrollen-Verhinderer-Leisten untendrunter. Und weil ich weiß, wie sehr der Witterung ausgesetzt Sein Holz schadet, und vor allem wie böse glitschig Holz werden kann, hatte ich sie mit einer Gummimatte (Leistenmatte) in hübschem Grün versehen.
Ich clickerte und wir hatten Spaß. Dann besuchte ich Viviane Thebys Hühnermodule in der Tierakademie Scheuerhof und es war trainingstechnisch viel mehr möglich, dass ich die Anforderungen steigern konnte. Vier Kanthölzer als Erhöhung druntergelegt und Autoreifen als Federung. Echter Wippenspaß war geboren. Auf dem Foto von 2011 sieht man, wie Frieda mich in die Höhe wippt.
Ich suchte nach einer passenden Rundung und entdeckte in der Scheune die Rundbögen, die man in der Variante von 2013 sieht. Wir vergruben 4 Autoreifen, so wie man es vom Kinderspielplatz kennt. Sanftere Kipp-Bewegungen und noch mehr Anspruch an die Haltearbeit der Muskeln ließen sie schnell zum Lieblingsgerät werden.
Als das Holz der Rundung den Weg allen Irdischen ging, entdeckte ich die Treckrreifen neu. Sie lagen schon lange herum und ich hatte vorher noch nie eine zündende Idee, was für ein Gerät man aus ihnen bauen könnte. Mein großartiger Mann schweißte ein starre Achse und fixierte sie unter der Lauffläche. Da das Ganze recht steil ist, versahen wir die gesamte Lauffläche mit Reststücken von Klotzmatten, um größtmöglichen Grip für die Hufe zu schaffen.
Durch ihr Gewicht müssen die Pferde ordentlich arbeiten, um sie in Bewegung zu setzen, aber das ist ja auch Sinn der Sache ? Im Horse-Agility- Parcours ist sie ein gerne genutzes Gerät für groß und klein.

Ostersonntag, der 27.März ist Horse-Agility-Tag auf Hof Steigerwald!
Zuschauer sind wie immer herzlich willkommen.
Wir trainieren von 10-12, 12.30- 14.30 und 15-17 Uhr. In der Gruppe von 10 bis 12 sind noch Plätze frei, Anmeldung bitte per mail an info ät nina-steigerwald.de
Anschließend sitzen wir beim gemütlichen Lagerfeuer zusammen. Wenn alle einen Beitrag zum Buffet mitbringen, wir es sicher wieder ein schöner Trainingstag-Ausklang.
Zur besseren Planung bitte ich um Anmeldung fürs Feuer.
Wir freuen uns auf einen schönen Trainingssonntag mit euch!

Es ist großartig, dass die Abende schon länger hell sind. Wir haben heute ein wenig gewippt:
Inge und Thomas Vogel von Pferdia TV produzieren mit ihrem Team nicht nur super Filme, sie haben in ihrer Pferdiathek einen einfachen Zugang zu Lehrvideos geschaffen. Darüber hinaus wird im Magzin rgelmäßig über interessante Sachen berichtet. Hier findet ihr einen Artikel von Jeannette Ahretz über das Hühnerclickern auf Hof Steigerwald.

Thomas Vogel beim Dreh zur Agility-DVD
Als die ersten Trails und Geschicklichkeitsparcours aufkamen, gab es auch Wippen: Meist eine 3-4 Meter lange Brettkonstruktion, die auf einem Rundholz in der Mitte auflag. Das hohle Geräusch beim Auftreten und der Umschlag, wenn der Kipp-Punkt überschritten wurde, waren für die Pferde schon eine Herausforderung. Was aber, wenn man durch Training mit positiver Verstärkung so entspannte und sichere Pferde hat, dass man neue Herausforderungen braucht?
Und was, wenn neben Nervenfestigkeit und Vertrauen auch noch der Bewegungsapparat davon profitieren soll? So entstand die Idee der kleineren Wippen.
Die erste Zweibeinwippe bestand aus einem schlichten Rundholz, welches unter ein dickes Brett geschraubt wurde.
Nachteile: Die Schrauben scheren relativ schnell ab, weil die Belastung sehr hoch ist. Das Bewegungsende ist hart, man sollte nur auf Sand arbeiten. Der Ausschlag ist recht hoch, so dass es den Pferden schwerer fällt, die Hufe wirklich stehen zu lassen. Tritt das Pferd auf die Kante an der Längsseite, kippt die Wippe.
Die nächste Version hatte dann schon Gummibälle an den Ecken und war mit einer Halblatte in der Mitte versehen, die 2 cm überstand. Der Ausschlag war gelenkfreundlicher geworden, das Konstrukt stabiler. Leider traten die Pferde dann auch gerne auf den überstehenden Kippschutz.
Also wurde die Halblatte in ihrer Länge gelassen, jedoch abgeschrägt.
Für den Trainingseffekt der Tiefenmuskulatur ist es am Besten, wenn beide Hufe fest auf der Wippe stehen. Natürlich ist es einfacher mal eben im Karpalgelenk einzuknicken oder das Hinterbein anzuheben und so das Umschlagen der Wippe zu erreichen 😉
Um präziser trainieren zu können, sägte ich Teller aus dicken Gummimatten, die man mit Schloßschrauben in verschiedenen Löchern fixieren kann. So kann man dem Pferd leichter begreiflich machen, wo die Hufe zu stehen haben und auch auf die Unterschiede der Breite von Vor- und Hinterhand eingehen. Versuchen Sie selbst einmal mit eng stehenden Füßen oder mit 40 cm Abstand zu wippen – dabei werden unterschiedliche Muskelgruppen angesprochen.
Bei der Ganzkörperwippe, die ich so genannt habe, weil das Pferd genau mit seinen 4 Hufen darauf passt, gab es die gleiche Herausforderung mit dem Bewegungsende: Hier bewirkten Gummibälle die Dämpfung, aber nicht maximal befriedigend.
Variante 2 hatte dann Halbkugeln als Hebelpunkte und Schaumstoffplatten am Ende, also einen geringeren Ausschlag und mehr Dämpfung, hat mich aber immer noch nicht so richtig glücklich gemacht.
Meine Superwippe hat durch den runden Unterbau eine wunderschön langsame Kippbewegung, braucht aber auch Autoreifen zum Abfedern. Außerdem ist sie für den Normalgebrauch etwas zu mächtig von der Größe her.
Dann verbaute ich zwei alte, halbrunde Eichenbalken als Kufen für eine Ganzkörperwippe. Sanftes Bewegungsende! Leider im Auf- und Abgang eine echte motorische Herausforderung. Die kleinere Variante für Amadeus ist ebenso schwierig.
Also waren die Fragen:
Welche Rundung? Genug, um zu kippen; so wenig wie möglich, um Auf- und Abgang leicht zu machen.
Welche Höhe? Angenehm und auch für weniger geübte Pferde zu meistern.
Welches Polster am Ende?
Als nächstes musste meine Stichsäge leiden: Wie säge ich Rundungen in 4 cm starke Eichenbohlen?
Das Resultat sehen Sie hier:
Ganz oben das allerneuste Modell, welches auch ein passives Durchbewegen unseres Pferdes ermöglicht und sogar von Shetty und Endmaß-Pony zusammen genutzt wird.
Auf der Seite der VDF könnt ihr einen ausführlichen Bericht zu einem Pferdeclickerseminar lesen. Herzlichen Dank an Nora für ihr Feedback!

Freya macht Spaß, Agi macht Spaß! ?